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Touristen dürfen im Regenwald von Costa Rica Tarzan spielen

Einmal Tarzan spielen und wie an einer Liane durch den Urwald schwingen - in Costa Rica ist dies eine der beliebtesten Touristen-Attraktionen.


Mehr als hundert Canopy-Anbieter werben landesweit um Abenteuerlustige, ein Naturerlebnis bei nur geringer Zerstörung des Waldes.

Der Ort Monteverde hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem der Haupttouristenziele des Landes entwickelt, obwohl die mehrstündige Anfahrt über holperige Schotterpisten qualvoll ist.

In Monteverde gibt es noch etliche Umweltinitiativen neben inzwischen zahlreichen Hotels, Restaurants und Tourveranstaltern. Der Staat hat früh die Bedeutung der Natur erkannt und seit den sechziger Jahren zahlreiche Nationalparks geschaffen.

Zusammen mit weniger strikten Schutzzonen um jeden Park und den Privatprojekten sind heute ein Drittel der Landesfläche geschützt.

Jedes Jahr besuchen mehr Touristen das Land wegen diesem Bewusstsein, das in Werbeslogans wie "Costa Rica - nur natürliche Zutaten" mündet.

Costa Rica ist kein Abenteuerland mehr Die Backpacker, die in den achtziger Jahren hier Abenteuer suchten, fahren jetzt eher nach Panama und Nicaragua. Heute hat Costa Rica eine bessere Infrastruktur, deshalb kommen viele Familien oder Senioren.

Auf der Suche nach Ursprünglichkeit und Naturnähe streifen all diese Menschen durch die Wälder. Im Nationalpark, um den Vulkan Arenal zum Beispiel, einem von 120 Vulkanen in Costa Rica, können sie den grollenden und rauchenden Kegel beim Steine spucken beobachten.

Auf so engem Raum gibt es so viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten wie nirgendwo auf der Welt und einige davon bekommt man auch zu sehen.

Beruhigt kann man zum Beispiel Faultieren im Wald beim Faulenzen zuzusehen und aufregend wird es auf einer Bootstour im Nationalpark Tortugero, beim Kaimane entdecken oder auch  beim Totenkopfspinnen oder Schlangen finden, die direkt am viel begangenen Weg des Nationalparks Manuel Antonio liegen.

Fehlt da nicht noch ein bisschen Kultur?

Viel zu bieten hat Costa Rica nicht gerade in Sachen Kultur, da der Anteil der Ureinwohner heute nur noch ein Prozent der vier Millionen Einwohner ausmacht.

Doch in der Haupstadt kann man immerhin im Jade- oder Goldmuseum ein paar Reste präkolumbischer Kunst sehen.

Die Leistung der Kaffeebarone kann man im stilvollen Café des neoklassischen Nationaltheaters bewundern, die vor mehr als hundert Jahren für den Bau eines repräsentativen Musentempels zusammenlegten.